Onkologie
Brustkrebs
Diagnose
und Behandlung

Index
1. Einleitung
2. Symptome der Mammaerkrankungen
3. Durchuntersuchung von Brusterkrankungen
Klinische Untersuchung
Mammographie
Sonographie
4. Risikofaktoren für Mammacarcinome
5. Management spezifischer Brusterkrankungen
6. Management des Mammatumors
Das präoperative Gespräch
Gewebsentnahme bei Mammatumoren
Mammotom
Stereotaktische Markierung
7. Stadiengerechte Chirurgie des Mammacarcinoms
Brusterhaltende Operationsverfahren
Modifizierte radikale Mastektomie
Subkutane Mastektomie
Axilläre Lymphadenektomie
Nahttechnik und Wundheilung
8. Adjuvante Therapie
Chemotherapie
Strahlentherapie
Hormontherapie
9. Plastische Rekonstruktion
10. Psychoonkologische Betreuung
11. Nachsorge
Einleitung
Die Frühdiagnose des Mammakarzinoms hat in den letzten Jahren durch
Patienteninformation über Selbstuntersuchungen, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen
und den Einsatz der Mammographie an Bedeutung zugenommen. Dieser Trend sollte zu
einer Früherkennung in einer breiten Bevölkerungsschicht und somit zu einer besseren
Prognose führen.
Ein Ergebnis dieser Frühdiagnose ist die Zunahme der Erkennung von in
situ- Erkrankungen. Dies führte zu einer Reevaluierung einerseits der Risiken
individueller Patientinnen und darauffolgende Empfehlungen für die Behandlung
des in situ-Karzinomes, vor allem im Hinblick auf Brusterhaltung.
Langzeitergebnisse haben nachgewiesen, daß großzügige Tumorektomie mit nachfolgender Bestrahlung sowohl eine überlebensrate erzeugt als auch eine lokoregionale Tumorkontrolle erreicht, die zur Mastektomie equivalent ist, sodaß Brusterhaltung als Standardtherapie für einen Großteil der operablen Brustkarzinome angesehen ist. Sorgfältige chirurgische Technik und Verständnis ist äußerst wichtig, um eine adäquate Rezidivfreiheit und optimale zufriedenstellende Resultate zu erzielen.
Die adjuvante systemische Therapie hat nachweislich zu einer Verminderung der Karzinomrezidive und Verbesserung der überlebensrate geführt. Adjuvante Chemotherapie für jüngere Frauen und Tamoxifen für Hormonrezeptoren-positive Patientinnen sollte für alle außer eine extrem risikoarme Gruppe empfohlen werden.
Die Bedeutung der Kombination von Tamoxifen und Chemotherapie wird in fortlaufenden
Studien untersucht.
| 25.01.2011 | Weiter lesen | Druck |