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Definition
Die Stuhlinkontinenz ist der unbeherrschbare Abgang von Gas, Schleim, flüssigem Stuhl
oder festen Bestandteile. Es bedeutet, dass man die Entleerung des Darmes nicht
willkürlich zurückhalten kann. Obwohl die Stuhlinkontinenz häufig ist, trauen sich viele
Patienten lange nicht, zum Arzt zu gehen, obwohl ihnen vielleicht gut geholfen werden
könnte.Zunächst kann der Arzt herausfinden, was die Ursache der Inkontinenz ist. Es gibt
verschiedene Medikamente, die helfen. Die Zeit, in der die Nahrung bis zur Ausscheidung
durch den Darm wandert, kann beispielsweise verlängert werden. Manchmal ist eine
Operation die beste Möglichkeit, Abhilfe zu schaffen.

Die häufigsten Ursachen für die Schließmuskelinkontinenz sind Veränderungen im
Bereiche des Analkanals, nicht selten begleitet von nervösen Störungen in dieser
Region. Dazu gehören Schließmuskelschädigung durch:
vorangegangene Operationen
Verletzungen
Geburten

Die Schließmuskelschwäche,meist verbunden mit einem Tiefertreten des Beckenbodens
(Descensus perinei). Sie betrifft vor allem Patienten mit einer chronischen Verstopfung
und häufigen Pressversuchen um Stuhlgang zu erzielen. Die fortgeschrittene
Hämorrhoidalerkrankung mit Ausstülpen des sensiblen Kontinenzorgans und folglich
unbemerktem Verlust von spärlich Stuhl. Die sensible Innervationsstörung, die den
Patienten Empfindungen wie Stuhldrang, Stuhlfülle des Rektums oder Stuhldurchtritt
durch den Analkanal überhaupt nicht wahrnehmen lassen (sensorische Inkontinenz).
Nur wenige Patienten mit einem derartigen Krankheitsbild vertrauen sich einem Arzt an -
dies vor allem aufgrund der Peinlichkeit der Problematik und wegen der möglicherweise
durchlebten Frustration einer ungenügenden Abklärung gefolgt von einer nicht
zielführenden Behandlung. Vermutlich besteht eine große Dunkelziffer von Patienten mit
Inkontinenz die mit ihrem Problem zurückgezogen, als sozialer Außenseiter, leben.
In den USA sind 3 Millionen Bürger davon betroffen. Die Prevalenz in der Bevölkerung
über 65 Jahren erreicht 11/1000 bei den Männern, und über 13/1000 bei den Frauen.
Bei 45 Jahre alten Frauen ist die Inzidenz der Stuhlinkontinenz acht mal höher, als bei
Männern gleichen Alters.

Grad
Grad I:   Inkontinenz für Gas, kein Stuhlschmieren
Grad II:  Kontrollverlust für Winde und flüssigen bis breiigen Stuhl
Grad III: Ständiges Stuhlschmieren

Ursache
Die Gründe für die mangelnde Stuhlkontrolle sind vielfältig:
Bei Durchfall kann es passieren, dass die Stuhlentleerung unwillkürlich abläuft.
Im Alter nimmt die Verschlussfähigkeit des Darmes ab.
Bei Frauen wird durch Geburten oft der Schließmuskel geschädigt. Dies muss
    nicht sofort nach der Geburt auffallen. Häufig tritt die Inkontinenz erst viel später
    in Erscheinung.
Durch eine Zuckerkrankheit kann es zu Nervenschädigungen kommen, die den
    Verschlussmechanismus stören.
Nach Operationen am Enddarm, z.B. wegen Hämorrhoiden, kann Inkontinenz auftreten.
Ein Vorfall des Enddarms kann zu Inkontinenz führen.
Bei schwerer Verstopfung kann es passieren,dass flüssiger Stuhl vorbei an den harten
    Stuhlmassen unwillkürlich abgeht.

Risikopatienten
Pressen bei Obstipation
chronische Diarrhöe
Sphinkterschwäche: Schließmuskelschwäche nach Mehrlingenschwangerschaft,
    nach Sphinkterotomie

Diagnostik
Notwendige Untersuchungen:
Ideal ist das schrittweise Vorgehen in der im folgenden
angegebenen Reihenfolge:
1. Anamnese und klinische Untersuchung. Bei der Anamnese darf die Frage nach
    den Medikamenten keinesfalls fehlen. Gibt dem erfahrenen Untersucher bereits
    entscheidende Hinweise auf die mögliche Ursache und den Schweregrad
    des Krankheitszustandes und entscheidet den weiteren Untersuchungsgang.
2. Proctologische Untersuchung: Beinhaltet nicht nur die Besichtigung und die
    Fingeruntersuchung, sondern unbedingt eine endoskopische Untersuchung mit
    dem Proctoskop Proctoskop.   Eine obligate Untersuchung, um die Anatomie des
    Schiessmuskel zu beurteilen, ist die Endosonografie Endosonografie.
3. Druckmessung des Schließmuskelapparates Druckmessung des Schließmuskelapparates : Erfolgt mit Hilfe einer Messsonde.
    Gleichzeitig werden durch Entfallen eines Ballons die rektale Füllungswahrnehmungen
    und der rektoanale Relaxaktionsreflex (=normales Erschlaffen des inneren
    Schließmuskels bei der Füllung des Enddarms) geprüft.
4. Röntgenologische Untersuchung des Entleerungsvorganges (Defäkografie):
    Ist extrem wertvoll, wenn bei Inkontinenz mit gleichzeitiger Entleerungsstörung der
    Verdacht auf einen inneren Rektumvorfall oder ein Fehlverhalten des Beckenbodens
    bzw. des Enddarms bei der Entleerung vorliegt. (Rectocelenbildung = Ausstülpung
    des Enddarmes).

Therapie
Eine regelmäßige Stuhlentleerung zu festgesetzten Zeiten ist günstig. Dies kann man
üben. Weiterhin sollte man viele Ballaststoffe essen. Dadurch wird der Stuhl geformt,
aber weich. Grundlage jeder Behandlung sind einfache, nicht operative Maßnahmen,
die in manchen geeigneten Fällen durch Operationen ergänzt werden.
Das Therapiekonzept wird naturgemäß von jenem Spezialisten entworfen, der die
Abklärung durchgeführt hat und dem Patienten die Ursachen seines Beschwerdebildes
ausreichend erklärt hat. Basistherapie mit Sphinktertraining und Beckenbodengymnastik
Stuhlregulierung und die Vermeidung von Obstipation und heftigem Pressen zum Stuhl.

Biofeedbacktraining:
Mittels eines in den Analkanal eingeführten Sensors kann der Patient am Bildschirm das
Verhalten der verschiedenen Anteile seiner Schließmuskulatur während des Pressens
und der Entleerung kontrollieren, und verloren gegangene oder krankhafte Reflexe
korrigieren, bzw. wieder erlernen.

Operative Behandlung
Indikation:
Feinkontinenzstörung = Sphinkterrekonstruktion
Rektumprolaps mit Inkontinenz = Resektion oder Rektopexie
Descensus perinei = Beckenbodenplastik

Verhaltensregeln

Steigern Sie die Ballastmenge in der Nahrung mit viel Gemüse,Salat bzw. faserreichem
    Obst (z. B. Orangen, Ananas). Bananen, Birnen enthalten kaum Ballast.
Nehmen Sie 2 x täglich 1-2 Esslöffel Leinsamen (bzw. Leinsaat, braune Körner), nicht
    geschrotet, nicht gemahlen, als Beigabe z. B. zu Joghurt, Buttermilch, Müsli, Apfelmus,
    Kartoffelbrei, usw. Leinsamenbrot reicht nicht! Die darin enthaltenen Körner sind
    gebrannt,sie quellen nicht mehr. Geschroteter Leinsamen hat ebenfalls keine Wirkung,
    weil Leinsamen nur solange quillt, wie die Faserkapsel intakt ist! Sie brauchen bei
    Einnahme von Leinsamen nicht mehr zu trinken wie sonst auch, um den Durst zu
    löschen. Körner nicht kauen! Vorheriges Einweichen nichterforderlich.
Streben Sie geformten Stuhl an; "normal" ist die "Wurst" (keine "Kügelchen", kein
    breiiger oder "matschiger" Stuhl). Der Enddarm sollte sich im allgemeinen entleeren,
    ohne dass Sie stark pressen müssen.
Versuchen Sie nicht krampfhaft, täglich Stuhlgang zu erzwingen. Beachten Sie obige
    Faustregel.
Gehen Sie zur Toilette, wenn Sie Stuhldrang verspüren, machen Sie es kurz: entleeren,
    reinigen, aufstehen. Keine "Zigarettenlänge", keine Zeitungslektüre.
Suchen Sie bei Stuhldrang die nächste Toilette auf; halten Sie den Stuhl nicht länger
    zurück: Sie lähmen sonst auf Dauer den Entleerungsreflex und bekommen eine
    Verstopfung. Der zurückgehaltene "Pfropfen" fördert Ihr Enddarmleiden.
Stärken Sie die Bauchmuskulatur durch einfache gymnastische übungen: Auf den
    Rücken legen, Beine anziehen, Hände in den Nacken legen, Oberkörper aufrichten.
Stuhlinkontinenz-Information
Definition
Grad
Ursache
Risikopatienten
Diagnostik
Therapie
Operative Behandlung
Verhaltensregeln
Leitsymptome
Verstopfung (Obstipation)
Blut am Stuhl
Durchfall (Diarrhöe)
Gewichtsverlust
Lymphknotenvergrößerung
Fieber
Ikterus (Gelbsucht)
Brustknoten
Schluckstörung
übelkeit und Erbrechen
Stuhlinkontinenz
Schwellung in der Leiste
Gallenkolik
Schmerzen in den Beinen
Gastroenterologie
Reflux
Barrett-ösophagitis
ösophagusdivertikel
Achalasie
Hiatushernie
erosive Gastritis
Dyspepsie
akute Gastritis
chronische Gastritis
Magenblutung
Ulkus ventrikuli
Ulkus duodeni
Gallenblase
Divertikulitis
Colitis ulcerosa
Morbus Crohn
Colon irritabile (Reizdarm)
Kolonpolypen
entzündliche Darmerkrankungen
Appendizitis
Onkologie
Kolonkarzinom
Rektumkarzinom
Magenkarzinom
Mammakarzinom
Analkarzinom
Bronchuskarzinom
ösophaguskarzinom
Leberkarzinom
Gallengangkarzinom
Gallenblasenkarzinom
Pankreaskarzinom
Tumormarker
Proktologie
Rektalprolaps
Analfisteln
Analpolyp
Analfissur
Periproktischer Abszess
Hämorrhoiden
Pilonidalfistel
Stuhlinkontinenz
Marisquen (Analpolyp)
Condyloma
Intussuszeption
Analthrombose
Patienteninformation
Gefäßtraining
Venentraining
Diverticulitis-Diät
Kolitis-Diät
Gallen-Diät
Magenschonkost
Diät gegen Verstopfung
Refluxmaßnahmen
Diabetischer Fuß
Vorbereitung für Darmspiegelung
Brustkrebs-Nachsorge
Merkblatt nach Brustoperation
übungen nach Brustoperation
Therapie der Analfissur
Venenverödung
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Coloskopie
Gastroskopie
Polypektomie
Ultraschall
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