Endoskopie
Gastroskopie
Die Magenspiegelung wie, wo und warum

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Übersicht
Mit
der Magenspiegelung ist es möglich, das Innere der Speiseröhre, des Magens
und des Zwölffingerdarms anzusehen. Dabei können kleine Gewebsproben aus der Schleimhaut für weitere Untersuchungen entnommen und bestimmte Krankheiten
behandelt werden. Für diese schmerzlose Untersuchung verwendet man ein Gastroskop, durch dessen beweglichen Schlauch der Arzt mit Hilfe einer Glasfaseroptik
hindurchsehen kann.
Anatomie und Funktion des oberen Verdauungstrakts
Der obere Verdauungstrakt besteht aus: Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm. Diese Organe haben außen eine Muskelschicht und sind mit einer Schleimhaut ausgekleidet. Beim Schlucken transportiert die Speiseröhre das Essen in den Magen. Dort wird es mit Verdauungssäften durchmischt und kräftig durchgeweicht.
Bei
Erkrankungen des Magens können sich die ärzte heute mit dem Gastroskop ein Bild
von der Beschaffenheit des Inneren des Magens machen und so die Diagnose ohne
großen Aufwand stellen. Diese Erkrankungen betreffen vor allem die Schleimhaut des
Magens. Es sind Magengeschwüre, Entzündungen und ein ungeregeltes
Schleimhaut-wachstum in Form der sogenannten Polypen. Diese Polypen lassen sich
während der Untersuchung durch das Gastroskop abtragen und dadurch behandeln.
Für die genaue Diagnosenstellung von Veränderungen der Schleimhäute von
Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm werden mit einer winzigen "Zange"
Gewebsproben entnommen, ohne daß dies Schmerzen verursacht. Die Untersuchung
der Gewebsproben erleichtert in vielen Fällen die Diagnosenstellung erheblich
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| Gastroskop |
Gastroskop: Aufbau und Funktion des Gastroskops
(1) Dies ist der Schlauch, der in den Magen eingeführt wird. Er enthält Optik und Arbeitskanäle (Spülen, Gewebeentnahme etc.). Er ist sehr flexibel und nur 8 mm dünn.
(2) über diese Kupplung wird das Licht in die Fiberglasoptik des Gastroskops gebracht. Zusätzlich können Luft und Wasser in den Gastroskopschlauch eingeleitet werden.
(3) Der Handgriff enthält die Kupplung für die Videooptik bzw. die Linse zum "Hindurchschauen" über verschiedene Räder werden die Funktionen gesteuert (z.B. Spülen) und das vordere Ende des Schlauchs bewegt.
(4) Mit diesem Handgriff wird die Entnahme von Gewebe durchgeführt. Der Gastroskopschlauch ist sehr flexibel und kann vom Arzt in die verschiedenen Richtungen dirigiert werden, wie das die Animation über die Untersuchung mit dem Gastroskopschlauch. Damit ist es möglich, die unterschiedlichen Regionen von Magen und Zwölffingerdarm anzusehen.
Während
der Untersuchung, die etwa 1O Minuten dauert, liegen Sie bequem auf der
linken Seite. Die Helferin wird sich um Sie kümmern und dem Arzt assistieren. Sie ist die gesamte Zeit über für Sie da, also auch vor und nach der Untersuchung.
Bitte kommen Sie nüchtern zu der Untersuchung und essen Sie die letzten 6 Stunden vorher nichts mehr! Die Untersuchung wird Ihnen keine Schmerzen bereiten.
Unangenehm ist lediglich das Würgegefühl im Hals, während das Gastroskop den Rachen passiert. Der Arzt wird Ihnen sagen, wann Sie schlucken müssen. Dadurch wird
das Vorschieben des Gastroskops sehr erleichtert. Die Schleimhaut des Rachens wird vor der Untersuchung mit einem Spray eingesprüht, das durch eine örtliche Betäubung
die unangenehmen Empfindungen mindert. Manchmal wird der Arzt vor der Untersuchung eine Beruhigungsspritze geben. Komplikationen auf eine solche Spritze sind nicht
bekannt.
Sie
liegen bequem auf der linken Seite. Das Gastroskop wird vorsichtig durch Mund und
Rachen vorgeschoben. Durch Schlucken können Sie helfen. Durch die Speiseröhre wird
das Gastroskop in den Magen weitergeschoben. Mit dem flexiblen Schlauch
des Gastroskops kann der Arzt alle Teile des Magens ansehen.
Wichtig ist die richtige Vorbereitung: Wenn der Magen nicht leer ist, kann der Arzt
die Schleimhaut nicht vollständig beurteilen. Bitte essen Sie in den letzten 6 Stunden
vor der Untersuchung nichts mehr!
Blutlabor und Gerinnungstest
Oberflächliche Anästhesie
Sedoanalgesie
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| Entfernung eines Polypen |
Schleimhautwucherungen,
sogenannte Polypen können
durch das Gastroskop entweder biopsiert oder komplett entfernt werden. Sehr selten kommt
es nach einer Polypenentfernung großer Polypen zu einer
Nachblutung. Diese läßt sich jedoch mit dem Gastroskop
stillen. In extrem seltenen Fällen kann es zu einer
Perforation der Magenwand kommen, die dann operativ
versorgt werden muß.
Nach der Untersuchung bitte eine Stunde lang nichts essen. Wenn Sie eine Beruhigungsspritze erhalten haben, fahren Sie an diesem Tag nicht mehr mit dem Auto. Tätigkeiten, bei denen Sie sehr konzentriert sein müssen (z.B. Bedienen von Maschinen) dürfen Sie an diesem Tag nicht mehr ausführen. Nach einer Polypenentfernung achten Sie bitte auf Schmerzen oder Blutabgang und informieren gegebenenfalls Ihren Arzt.
Nach einem komplizierten Eingriff wird Ihr Arzt Ihnen genau erklären, was Sie für die erste Zeit nach der Untersuchung zusätzlich beachten müssen.
Damit
die Gastroskopie problemlos durchgeführt werden kann, sollten Sie folgendes
beachten:
Bitte kommen Sie nüchtern zur Untersuchung
Die Untersuchung verursacht keine Schmerzen
Bitte sagen Sie dem Arzt, ob eine der folgenden Angaben auf Sie zutrifft: Blutungsneigung, Einnahme blutverdünnender Medikamente oder Aspirin,Vorliegen
einer Herzerkrankung oder einer Allergie, Operationen an Magen oder Darm, Bestehen
einer Schwangerschaft
.
Nach einer Beruhigungsspritze dürfen Sie am selben Tag nicht mehr mit dem Auto
fahren oder Maschinen bedienen.
Sind Polypen entfernt worden, so achten Sie bitte auf Schmerzen oder Blutungen und informieren Sie umgehend Ihren Arzt.
| 15.05.2010 | Weiter lesen | Druck |
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