Proktologie
Analabszess
Diagnose und Behandlung

Übersicht
Definition
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Der periproktische Abszess ist ein eingeschmolzenes
entzündliches Infiltrat im Bereich des Afters. Meist
zeigt sich eine angedeutete Prominenz mit einer
glänzend-pergamentartig erscheinenden Haut und
einer rötlich bis lividen Verfärbung. Perianale Abszesse
können Kirsch- bis Faustgröße erreichen. Sie sind die
Folge primärer Mikroabszesse im Intersphinkterraum,
die dort auf Grund infizierter Krypten, thrombosierter
Gefäße u.a. entstanden sind. Nach ihren
hauptsächlichen Ausbreitungs-gebieten unterscheidet
man verschiedene Formen periproktischer Abszesse
wie subkutane, submuköse, ischiorektale, pelvirektale
und supralevatorische.
Die Entwicklung eines Abszesses dauert im
allgemeinen 3-10 Tage. Fast immer treten sehr
starke Schmerzen und Spannung Mit allgemeinem
Krankheitsgefühl, manchmal auch erhöhte
Temperaturen auf. Unbehandelt kommt es zur
Spontanperforation (Durchbruch) ins Rektum oder
perianal; dies führt zu einer deutlichen Linderung
der Beschwerden.
Therapeutisch empfiehlt sich eine möglichst
frühzeitige Eröffnung des Abszesses. Man darf nicht
so lange warten, bis der Abszess reif ist. Am besten
lässt sich das in Sakral-Anästhesie durchführen.
Die Inzision muss großzügig mit einer ovalären
Hautexcision vorgenommen werden. Wenn möglich,
sollten die immer vorhandenen Fistelgänge in gleicher
Sitzung mitsaniert werden. Das garantiert am ehesten
eine folgenlose Abheilung des Abszesses.
| 25.01.2011 | Mehr lesen | Druck |