Proktologie
Analfistel
Diagnose und Behandlung

Übersicht
Definition
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Einleitung![]()
Die perianale Fistel ist meist die Folge nicht abgeheilter
periproktaler Abszesse. Die Fistel stellt somit ein
chronisches Stadium dieser entzündlichen perianalen
Erkrankung dar.
Fisteln sind röhrenförmige Kanäle. Man unterscheidet
intersphinktäre, transsphinktäre, suprasphinktäre und
extrasphinktäre Fisteln. Eine Sonderform ist die
inkomplette innere intrasphinktäre Fistel, die einen blind
endenden, ca. 0,5-1 cm langen Gang, meist im Bereich
der hinteren Kommissur, darstellt. Bei allen anderen
Fisteln finden sich im Analkanal oder unteren Rektum
jeweils die primäre und äußerlich auf der Haut die
sekundäre Fistelöffnung. Nicht selten liegt ein verzweigtes
Fistelsystem mit mehreren äußeren öffnungen vor.
Bei akut entzündeten Fisteln tritt ein unterschiedlich starkes eitrig-seriöses, auch blutiges Nässen auf. Schmerzen sind für die Fistel nicht typisch, wohl aber für die inkomplette innere intrasphinktäre Fistel der sog. Spät- oder Intervallschmerz, der sich 5-20 Minuten post defäkationem einstellt.
Diagnostik![]()
Die
obligate Diagnostik beinhaltet neben der Anamnese eine
genaue Inspektion und Palpation der Anal- und Perianalregion
(Ruhe- und im Preßversuch) sowie die rektaldigitale Untersuchung
und Sigmoido- Rektoskopie
. Eine endoskopische Abklärung
des Kolonrektums sollte bei allen Patienten über dem 40.
Lebensjahr mit Blutungssymptomatik und bei Risikopatienten
(familiäre Anamnese, usw.) nach dem 35 Lebensjahr erfolgen.
Die Therapie der extrasphinktären und suprasphinktären Fisteln
sollte operativ erfolgen. Bei den intersphinktären und kleineren
transsphinktären, ebenso bei den inkompletten inneren
intrasphinktären Fisteln, kann auch eine langzeitige Fadendrainage
zur Reinigung des entzündlichen Infiltrats führen. Das tritt in
etwa 60% der drainierten Fisteln auf, erfordert aber viel Geschick
seitens des Arztes und viel Geduld seitens des Patienten.
| 25.01.2011 | Mehr lesen | Druck |